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25.03.2009

Hiendl NFC Rohr-Profil vereinfacht störungsfreie EMV-Messungen

 

Messung elektromagnetischer Verträglichkeit (EMV) beschleunigen durch geringeren Montageaufwand

Die Bedeutung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) für die Entwicklung neuer Elektronikprodukte und damit die Anforderungen an spezialisierte EMV-Prüflabore steigen stark an. Bei der EMV-Prüfung unterschiedlicher Geräte müssen die Prüfaufbauten an die jeweiligen Prüflinge angepasst werden. Unproduktive Zeiten für den Umbau der Prüfanordnung können künftig drastisch reduziert werden. Der Kunststoffproduzent H. Hiendl GmbH & Co. KG aus Bogen/Furth hat einen flexiblen Prüfaufbau aus Hiendl NFC (Natural Fibre Composite) entwickelt, der sich in wenigen Minuten einfach aufbauen und anpassen lässt.


EMV-Prüfungen: Steigender Bedarf, sensible Technik, improvisierte Aufbauten

Elektrische und elektronische Geräte müssen nachweislich elektromagnetisch verträglich sein, sie dürfen andere Geräte und ihre Umwelt nur im Rahmen der gesetzlichen Grenzen beeinflussen und müssen selbst ausreichend störfest sein. Für Hersteller und Importeure spielt die Prüfung der EMV auf dem Weg zur CE-Kennzeichnung von Produkten eine große Rolle. Auch wegen der fortschreitenden Miniaturisierung empfindlicher  Elektronikbauteile und des zunehmenden Einsatzes komplexer elektronischer Systeme steigt der Bedarf für  EMV-Messungen stark an. 

Mit hochsensibler Technik testen spezialisierte Prüflabore die EMV verschiedenster Geräte, ob Handy, Ventilator oder Staubsauger. Nicht nur die Stärke des elektromagnetischen Feldes, auch dessen Ausbreitung und das Spektrum der Wellenlängen müssen unverfälscht aufgenommen werden. Die geprüften Geräte werden in festgelegten Abständen zu den Empfangsantennen angeordnet.


Die bisher üblichen Prüfaufbauten aus Holz mit großen Aufsätzen aus Styropor beeinflussen zwar die elektromagnetische Strahlung kaum, erfordern aber aufwändige handwerkliche Umbauten beim Wechsel von Prüflingen unterschiedlicher Größe. Mit diesen zeitintensiven Montagearbeiten werden Arbeitskräfte gebunden, zudem geht durch diese Rüstzeiten wertvolle Prüfkapazität verloren.


Prüfaufbau mit Hiendl NFC Rohr-Profil vereinfacht störungsfreie EMV-Messung

Effiziente, flexible und präzise Prüfaufbauten werden nun durch ein einfaches und stabiles Aufbausystem mit Rohr-Profilen und Klemmverbindern ermöglicht, das der Kunststoffhersteller Hiendl in Abstimmung mit dem EMV-Prüflabor Senton des TÜV Süd, Straubing, eigens für diesen Zweck entwickelt hat. Mit herkömmlichem Standardwerkzeug minutenschnell auf- und umgebaut, lassen sich die zu prüfenden Geräte in jeder Position exakt und sicher fixieren, die Führung der Kabel ist einfach und übersichtlich. Das Gestell ist völlig metallfrei, die elektromagnetischen Felder bleiben dadurch vom Prüfaufbau praktisch unbeeinflusst. Abgebaut lässt sich das System bei minimalem Platzbedarf verstauen.

Grundelemente sind Rohr-Profile mit einer Wandstärke von 5 mm und einem Durchmesser von 30 mm aus dem Naturfaser-Verbundwerkstoff Hiendl NFC H52 (Natural Fibre Composite), welcher zur Hälfte aus Holzfasern sowie zu 10% aus Flachsfasern besteht, eingebettet in Polypropylen als verbindender Matrix. Mit einem Biegemodul von 5.700 N/mm2 und einer Biegefestigkeit von 71 N/mm2 liegt die Steifigkeit dieses Biowerkstoffs um 380% über dem Wert von reinem Polypropylen, die Festigkeit liegt bei 260% des reinen Kunststoffs. Neben den überlegenen technologischen Merkmalen punkten Hiendl NFC Werkstoffe mit ihrem ökologischen Profil: Im Werkstoff wird fossiles Erdöl durch nachwachsendes Naturmaterial ersetzt, der Energieverbrauch und damit der CO2-Ausstoß der Produktion sind weitaus geringer als bei Erzeugnissen auf fossiler Rohstoffbasis. 

Handelsübliche Rohrverbinder aus glasfaserverstärktem Kunststoff fixieren die NFC-Profile; anstelle der sonst üblichen Metallschrauben werden hochfeste Kunststoffschrauben verwendet. Zur Auflage der zu prüfenden Geräte dient ein Block aus Polystyrolschaum.

Helmut Hiendl, Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens, lobt die Arbeit seines Entwicklungsteams: „Das System ist klar und funktionell, schnell aufzubauen und einfach zu verändern. Die Verwendung des Biowerkstoffs Hiendl NFC erlaubte eine hohe Genauigkeit bei den Abmessungen."

Mit dem marktreifen EMV-Prüfaufbau beweist H. Hiendl erneut seine Stärke, die Konzeption und  Konstruktion sowohl von Produkten als auch von Werkstoffen exakt an den vom Kunden gewünschten Eigenschaften auszurichten.


Über Hiendl

Die H. Hiendl GmbH & Co. KG ist ein moderner Produzent und Dienstleister im Bereich der Kunststofftechnik. Ansässig ist das Unternehmen mit mehr als 60 Mitarbeitern in Bogen/Furth bei Straubing in Niederbayern. Hiendl stellt Produkte und Komponenten aus thermoplastischem Kunststoff und Elastomeren für die Elektro-, Bau-/ Innenausbau- und Konsumgüterbranche im Spritzguss- und Extrusionsverfahren her. Die Konzeption und Konstruktion stammt teils von den Kunden, teils aus dem Entwicklungsbereich von Hiendl. Eingesetzt werden - neben konventionellen Polymeren - zunehmend Naturfaser-verstärkte Kunststoffe. Neben Produkten und Komponenten entwickelt Hiendl auch Werkstoffrezepturen mit kundenspezifischen Eigenschaftsprofilen.


Pressekontakt

H. Hiendl GmbH & Co. KG

Ingrid Kerscher

Industriestraße 5+6

94327 Bogen-Furth

Tel.: 09422-85 18-26

Fax: 09422-24 42

E-Mail: i.kerscher@hiendl.de

www.hiendl.de


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