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27.06.2009

Ein gut aufgesteller Komplettanbieter - Landrat Reisinger bei der H. Hiendl GmbH & Co. KG

 

In einer Zeit der Wirtschaftskrise sei es wichtig,

einen engen Kontakt zur Wirtschaft des Landkreises zu halten und sich darüber zu informieren, wie Unternehmen und Betriebe mit dieser Situation fertig werden, erklärte Landrat Alfred Reisinger anlässlich seines Besuchs

bei der Firma H. Hiendl GmbH & Co. KG, Kunststoffverarbeitung in

Bogen-Furth. Daneben wies Reisinger auf die erfolgreiche Ausbildungsinitiative des Landkreises „Ausbildung macht Zukunft" hin.


In der Firma Hiendl mit 60 Beschäftigten werden derzeit fünf junge Leute als Kunststoffformgeber, Werkzeugmechaniker Fachrichtung Formbau, Industriemechaniker Fachrichtung Betriebstechnik/Instandhaltung und eine Industriekauffrau ausgebildet. Ab September werden vier Azubis, einer als Industriekauffrau eingestellt.„Eine gute Ausbildung wird bei uns großgeschrieben", versicherte Geschäftsführer Helmut Hiendl. Wir sind ein junges, motiviertes Team mit überwiegend selbst ausgebildeten Kräften." Das funktioniere besonders gut in schwierigen Situationen oder bei notwendigen Zusatzschichten.


Kunststoff und Spritzguss

Zunächst stellte Hiendl seinen Betrieb vor: Gegründet wurde die Firma 1964 als Ingenieurbüro Hiendl von Heribert Hiendl. Seit 1988 läuft die Produktion von Kunststoffverarbeitung im Spritzguss, im Werkzeugbau für Spritzgieß- und Extrusionswerkzeuge, in der Fertigung von Ein- und Doppelschnecken-extrudern und im eigenen Sortiment Kabelmanagement. Alle Produkte sind kundenspezifische Einzelanfertigungen, so Hiendl. Geliefert werde überwiegend an Firmen in der Region. Auch mit regionalen Zulieferern bestehe eine gute Zusammenarbeit. Exportmärkte laufen zwar derzeit schlechter, im Bereich Werkzeugbau geht es laut Helmut Hiendl jedoch aufwärts. Als Komplettanbieter sei die Firma gut aufgestellt. Besonderes Interesse bei den Besuchern fand ein weiteres Standbein der Firma Hiendl: Die Fertigung von naturfaserverstärkten Compounds (NFC), das sind Kunstoffverbunde aus Kunststoff, mit kurz- oder Langfaserigen Naturfasern, Hanf, Flachs und Holz verstärkt.

Die Kunststoffe erhalten über die eingearbeiteten Naturfasern eine Stabilität,

die ohne sie nicht möglich wäre, sagt Hiendl. Das Herstellungsverfahren dieses Kunststoff-Naturfasergemisch wurde in der Firma selbst entwickelt und patentiert. „In dieser Produktion von Kunststoff mit nachwachsenden Rohstoffen sind wir führend." Auch im Recyclingbereich werde an die Umwelt gedacht: Der Ausschuss wird zu 100 Prozent wiederverwertet. NFC ist nicht nur ein Werkstoff für eine rentable Produktion, sondern lässt viele Möglichkeiten der Gestaltung zu wie Lautsprechergehäuse, Griffe von Mischpulten, Schraubverschlüsse und Sechskantmuttern. Für den Aufbau einer Pilotanlage für dieses patentgeschützte Verfahren erhält die Firma Hiendl im Rahmen des Innovationsförderprogramms „Pro Inno II" Fördermittel.


Eine Erfolgsgeschichte

Begeistert von den naturfaserverstärkten Compounds waren Landrat Alfred Reisinger und Andreas Löffert, Geschäftsführer des ZVI Straubing-Sand.

Dieses Thema sollten wir nach vorn treiben und unserem Ruf als Region der nachwachsenden Rohstoffe weiter gerecht werden", sagte Löffert. Als Landrat sei er stolz auf Unternehmen, die wie Helmut Hiendl nicht nur Arbeitgeber und Ausbilder, sondern auch als Ideengeber in der Region erstklassige Wirtschaftsförderung betreiben, lobte Alfred Reisinger. Dank mutiger Unternehmer wie Helmut Hiendl habe sich die Region so gut entwickelt.

In den vergangenen 30 Jahren habe sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Landkreis halbiert. Jetzt müsse auf dem Sektor nachwachsende Rohstoffe weitergegangen werden. Überrascht wir auch dritter Bürgermeister Franz Eckl (Bogen). Er habe nicht gewusst, dass der Landkreis im Bereich der Produktion von Kunststoffen so gut dastehe. Eckl sprach Geschäftsführer Helmut Hiendl seine Anerkennung für die großartige unternehmerische Tätigkeit aus: „eine Erfolgsgeschichte seit 45 Jahren".


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